Biografie

 

Lars David Kellner wurde in Weiden in der Oberpfalz (Süddeutschland) geboren. Im Alter von 7 Jahren erhielt er von seinem Vater den ersten Klavierunterricht, in den Folgejahren von dem tschechischen Musikpädagogen Franz Ondrušek. Während seiner musikalischen Ausbildung von 1985 bis 1995 bei Erich Appel (Konservatorium Nürnberg) errang der Pianist beim Wettbewerb »Jugend musiziert« wiederholt Preise auf Landesebene. Seine solistische Ausbildung ergänzte er durch fortlaufende Teilnahme an internationalen Meisterkursen für Kammermusik (Eckart Besch, Klaus Schilde). Weitere Anregungen erhielt er von Elza Kolodin in Freiburg.

Im Jahre 1996 setzte Lars David Kellner seinen musikalischen Werdegang bei Karl-Hermann Mrongovius an der Hochschule für Musik und Theater in München fort. Nach seinem Abschluß als Konzertpianist im Jahr 2000 erwarb Lars David Kellner zusätzlich eben dort sein Diplom als Musikpädagoge.

Seit vielen Jahren konzertiert Lars David Kellner vorwiegend im süddeutschen Raum, u. a. im Gasteig München. Schwerpunkte seines Repertoires bilden dabei slawische Musik (Leoš Janácek, Modest Mussorgsky, Sergei Prokofiev), Werke der Romantik (Frédéric Chopin, Franz Liszt, Robert Schumann) sowie französische Meister (Claude Debussy, Maurice Ravel, Erik Satie).

Seine Liebe zur Musik Sergei Rachmaninovs und die intensive Auseinandersetzung mit dessen Liedwerk führte zur engen Zusammenarbeit mit Sängerinnen wie Susanna Proskura oder Marina Ushchapovskaya. Um Rachmaninovs Liedwerk auch dem deutschsprachigen Publikum näherzubringen, adaptierte Lars David Kellner einige russische Liedtexte in seine Muttersprache. Die Gedichte kommen bei den Aufführungen regelmäßig zum Vortrag. Rachmaninovs »Lieder ohne Opuszahl« erschienen 2015 bei Sikorski Musikverlage Hamburg.

Im Jahr 2010 nahm Lars David Kellner Werke von Modest Mussorgsky am berühmten Horowitz-Flügel auf, darunter die Welt-Ersteinspielung des ‚Gnomus‘ in der Urfassung des Komponisten. Die kompletten »Bilder einer Ausstellung« wurden 2011 durch Lars David Kellner in ihrer ursprünglichen Fassung uraufgeführt.

Geprägt durch seinen tschechischen Klavierlehrer Franz Ondrušek bekam Lars David Kellner bereits im Kindesalter einen intensiven Zugang zur Musik Leos Janáčeks. Für den Künstler ist es von größter Bedeutung, musikalische Werke umfassend zu durchdringen. Nach intensivem Quellenstudium erfolgte daher die Einspielung sämtlicher Klavierwerke Janáceks in deren ältesten Fassung, darunter auch einige Welt-Ersteinspielungen. In den Jahren zwischen 2011 und 2016 erfuhren diverse Stücke Janáčeks ihre Uraufführung, u. a. bei Rezitalen im Gasteig München.

In der letzten Jahren entdeckte Lars David Kellner auch andere Tasteninstrumente für sich. Im Jahr 2014 spielte er einige Werke – u. a. aus der Feder Janáčeks – erstmals auf dem Harmonium ein. Darüberhinaus verwendet Kellner des öfteren Toy Pianos effektvoll in seinen Solo-Rezitals.

Mehrere Tonträger mit Solo-Werken von Frédéric Chopin bis Marko Tajčević sind bei verschiedenen Labels bereits erschienen.

 

Neben seiner pianistischen Ausbildung ist Lars David Kellner auch approbierter Arzt und seit vielen Jahren in einer psychiatrischen Klinik bei München tätig. Ein Teil seines Berufsbildes umfaßt die musiktherapeutische Arbeit mit chronisch kranken Patienten.

Seit vielen Jahren arbeitet Kellner als freier Mitarbeiter in der Abteilung für Mollusken der Zoologischen Staatssammlung München. Neben wissenschaftlichen Publikationen in internationalen Fachzeitschriften hat er eine für die Wissenschaft neue Schneckenart beschrieben und sie zu Ehren Sergei Rachmaninovs benannt.



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